Aktuelle Ausstellung
06. November bis 29. Januar 2022
Timm Ulrichs und sein Kunst-Diebstahl in der Galerie Brusberg vor 50 Jahren
Eine Ausstellung anlässlich der Aufhebung des Hausverbots

Am 11.8.1971 stahl der Performance-, Konzept-, Neodada-Künstler oder – in seinen eigenen Worten – „Totalkünstler“ Timm Ulrichs (Jahrgang 1940) in der Galerie Brusberg, die damals im sog. Kubus in Hannover angesiedelt war, unbemerkt, obwohl von einem Fotografen begleitet, eine kleine Zeichnung von Gerhard Altenbourg. Er stellte diese drei Tage lang in seiner Totalkunst-Zimmergalerie in der Hannoveraner Friesenstraße aus und schickte sie anschließend per Post an die Galerie zurück. Dieter Brusberg war wenig begeistert und verhängte ein Hausverbot.
50 Jahre später ist es an der Zeit, mit einer Ausstellung an Ulrichs „Kunst-Diebstahl als Totalkunst-Demonstration“ zu erinnern und das Hausverbot offiziell aufzuheben. Denn selbstverständlich wollte der Künstler, der einen allumfassenden Kunstbegriff vertritt und an erster Stelle sich selbst als „lebendes Kunstwerk“ begreift, sich nicht bereichern oder gar einen Ikonoklasmus begehen: „Künstlerisches Motiv ist nicht Diebstahl von Kunst , sondern der Diebstahl von Kunst als Kunst“ so erklärte Timm Ulrichs in seinem die Aktion begleitenden Text.
Dass wir für unsere Ausstellung neben den Fotografien des Tathergangs auch das „Corpus Delicti“, Altenbourgs Zeichnung „Mädchen mit Stern“ von 1949, als Leihgabe aus Privatbesitz erhalten habe, ehrt uns besonders. Außerdem präsentieren wir weitere thematisch verwandte Arbeiten Ulrichs sowie einige seiner Editionen.

Aktuelle Ausstellung
Vergangene Ausstellungen (Liste im Aufbau)
2021
2020
2019
2018
2016
Oktober 2021 bis Oktober 2021
Intermezzo
Köpfe, Figuren und Fotografien aus unseren Beständen
Juni 2021 bis September 2021
Heike Ruschmeyer
»Attentate«
Die Malerin Heike Ruschmeyer beschäftigt sich seit den 70er Jahren mit Bildern gewaltsam zu Tode gekommener Menschen. Seit 2014 widmet sie sich in der Serie „Schwarz auf Weiß“ dem Thema politisch motivierter Anschläge und Attentate, die in dieser Ausstellung im Mittelpunkt standen. Ausgehend von Pressefotos der Tatorte lässt sie hier die Opfer meist aus, und alleine die zerschossenen Limousinen oder verkohlten Häuser, die Spuren der Gewalt also, für sich sprechen. Die malerische Transformation verleiht den Bildern Allgemeingültigkeit.
November 2020 bis April 2021
Max Uhlig
Gemälde und Arbeiten auf Papier von 1975 bis 2005
September 2020 bis November 2020
Werner Berges (1941-2017)
Pop Art aus Deutschland
August 2019 bis November 2019
Künstler – Familien (2)
Evelyn Richter · Werner Lieberknecht · Fotografien
Mai 2019 bis August 2019
Klaus Gropper (1940-2018)
Bilder und Papierarbeiten
August 2018 bis September 2018
Landschaften
Von Altenbourg bis Uhlig
Gerhard Altenbourg, Friedrich Wilhelm Bogler, Max Ernst, Bertram Hasenauer, Wolfgang Mattheuer, Max Uhlig u.a.
Oktober 2016 bis November 2016
Schule Reimann 1902 -1943
Ausstellung der Galerie Brusberg zur Eröffnung der Wunderkammer
Neben Ephemera der „Schule Reimann"
waren weitere Arbeiten der Lehrer:
Ernst Fritsch, Max Hertwig, Georg Muche, Rolf Niczky, Albert Reimann, Paul Scheurich, Jupp Wiertz

sowie der Schüler: Kurt Heiligenstaedt, Jeanne Mammen und WOLS zu sehen.